Novalis kam 1772 unter dem bürgerlichen Namen Georg Friedrich Philipp Freiherr von Hardenberg als Kind eines adligen Direktors aus dem Salzgewinnungsgewerbe auf Schloss Oberwiederstedt zur Welt. Friedrichs Kindheit und schulische Laufbahn verlief gemäß seinem Stand zunächst in privater Heimschule und am Gymnasium, bis er 1790 zum erfolgreichen Jurastudium in Jena, Leipzig und Wittenberg überging. Währenddessen machte er nähere Bekanntschaft mit seinem Geschichtsdozenten Friedrich Schiller.

Bald nach seinem Abschluss 1794 wurde er im Kreisamt von Tennstedt tätig und verlobte sich mit der dreizehn Jahre jungen Sophie von Kühn, die jedoch zwei Jahre später verstarb.

Seiner folgenden Tätigkeit in der Salzgewinnung schloss er 1797 ein weiteres Studium an der Bergakademie Freiberg an und wurde zwei Jahre später zum vollwertigen Mitglied des Salinendirektoriums Weißenfels. Nach einem erneuten Berufswechsel bekleidete er ab 1800 das höchste Verwaltungsamt des damaligen Thüringer Kreises. Auch Novalis zweite Verlobung von 1798 resultierte in keiner Heirat, da er 1801 wahrscheinlich der Tuberkulose erlag, die er sich bei Friedrich. Schiller während der Pflege eingefangen hatte.